Deutsches Klimaportal - Klimadienste für Deutschland

04.08.2022

Weniger Regen im Wald: Amazonas-Gebiet noch weniger trockenresistent als angenommen

Für jeden dritten Baum, der im Amazonas-Regenwald vertrocknet, stirbt ein vierter Baum - auch wenn er nicht direkt von Dürre betroffen ist. Das ist, vereinfacht ausgedrückt, das Ergebnis einer Netzwerkanalyse, mit der Forschende die komplexen Abläufe in einer der wertvollsten und artenreichsten Kohlenstoffsenken der Erde untersucht haben. Am stärksten gefährdet, sich in eine Savanne zu verwandeln, sind die Regionen an den südlichen Rändern des Waldes, wo kontinuierliche Rodung für Weideland oder Soja der Belastbarkeit des Waldes schon seit Jahren zusetzt.

Fluss im Regenwald. 
Quelle: Atlantios /pixabay Quelle: Atlantios /pixabay

Weil der Klimawandel dem Amazonasbecken immer häufigere und schwerere Dürreperioden beschert, könnte der Regenwald in Südamerika Teile seines Regens verlieren – und damit die Basis seiner Feuchtigkeitsversorgung. Dieser Mangel an Regen ist für den Wald lebensbedrohlich, denn er atmet Wasser: Sobald es geregnet hat, nimmt der Boden ebenso viel davon auf wie die Pflanzen, und beide geben durch Verdunstung und Transpiration eine große Menge wieder ab. Durch dieses atmosphärische Feuchtigkeitsrecycling macht der Wald einen Großteil seines eigenen Wetters und erzeugt bis zur Hälfte der Niederschläge im Amazonasbecken. Auch wenn dieses System hocheffizient ist, hängt es letztendlich davon ab, wie viel Wasser ins System eingebracht wird.

Lesen Sie den gesamten Artikel auf der Seite des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

Zusatzinformationen

Nachrichten aus dem Bereich Biodiversität

„Wir Menschen haben es in der Hand“21.11.2022

Was immer von der Weltklimakonferenz im ägyptischen Scharm el Scheich bleiben wird, etwas Einmaliges …

Moore als Klimakipppunkte03.11.2022

Forschende entschlüsseln Geschichte und Sensitivität des größten tropischen Torfmoores im Kongo

Klimaneutral unterwegs für die Küstenforschung02.11.2022

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat heute das neue Forschungsschiff Uthörn des …

Vegetation reguliert Energieaustausch in der Arktis01.11.2022

Die Klimaerwärmung lässt in der Arktis den Permafrost auftauen, Gletscher schmelzen und führt zu …

Mehr Methan aus Sibirien im Sommer28.10.2022

Was passiert in den Permafrostgebieten der Arktis, wenn sich die Erdatmosphäre aufheizt? GFZ

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK