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Schutz vor Sturzfluten - Bayern entwickelt Hinweiskarten für bessere Vorsorge

Datum 06.06.2018

Claus Kumutat, Präsident des Bayerischen Landesamts für Umwelt: "Die Hochwasservorsorge gewinnt zusätzlich an Bedeutung. Im Zuge des Klimawandels in Mitteleuropa muss mit einer weiteren Zunahme an extremen Niederschlagsereignissen gerechnet werden." Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte dazu: "Die Entwicklung lokaler Hinweiskarten für sturzflutgefährdete Gebiete ist ein wichtiger Meilenstein, um künftig vor Ort die Gefahr besser einschätzen zu können."

Hochwasser in Bayern Hochwasser in Bayern Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Starkregenereignisse können zu plötzlichen Sturzfluten führen und auch fern von Gewässern enorme Schäden verursachen. Deshalb weitet der Freistaat die Vorsorge in diesem Bereich weiter aus. Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte dazu heute in München: "Künftig sollen bayernweite Hinweiskarten Bürger und Kommunen bei der Vorsorge gegen Hochwassergefahren durch Sturzfluten unterstützen. Die Entwicklung lokaler Hinweiskarten für sturzflutgefährdete Gebiete ist ein wichtiger Meilenstein, um künftig vor Ort die Gefahr besser einschätzen zu können. Das ermöglicht eine gezielte und individuelle Vorsorge. Die Hinweiskarten sollen für ganz Bayern bis 2020 vorliegen." Beim Sturzflut-Risikomanagement kommt den Kommunen eine zentrale Rolle zu. Deshalb hat das Umweltministerium ein Sonderförderprogramm für die Erstellung Integraler Konzepte zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement ins Leben gerufen. Huber: "Der Schutz vor Sturzfluten ist eine wichtige Säule des Hochwasserschutzes in Bayern. Hochwasserschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt und kann nur Hand in Hand mit den Kommunen und den Beteiligten vor Ort erfolgreich sein." Derzeit haben sich 33 Gemeinden über ganz Bayern verteilt für das Programm beworben. Das Sonderförderprogramm ermöglicht Kommunen, maßgeschneiderte Konzepte für den bestmöglichen Schutz ihrer Bürger zu schaffen. 3 Millionen Euro sind für das Risikomanagement vor Ort aktuell vorgesehen.

Die Erstellung der Hinweiskarten erfolgt durch das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) gemeinsam mit der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Im Rahmen des Projekts werden Sturzfluten mit Hilfe von Computermodellen simuliert und verschiedene Niederschlagsszenarien erstellt. Das Umweltministerium fördert die Erstellung der Hinweiskarten mit rund 1,7 Millionen Euro. Im Sommer 2016 hat das LfU bayernweit über 50 Hochwasserereignisse infolge von Starkregen registriert. 2017 gab es vor allem in Simbach katastrophale Sturzflutereignisse, zuletzt in Bayern wieder in den vergangenen Wochen. Claus Kumutat, Präsident des Bayerischen Landesamts für Umwelt, bekräftigte dazu: "Die Hochwasservorsorge gewinnt zusätzlich an Bedeutung. Im Zuge des Klimawandels in Mitteleuropa muss mit einer weiteren Zunahme an extremen Niederschlagsereignissen gerechnet werden."

Lesen Sie dies und mehr auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (Links zum Online-Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete, …)

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