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23. März - Welttag der Meteorologie

Datum 23.03.2018

Thema Wetter und Klima – Wissen wie es funktioniert

Jedes Jahr steht der Welttag der Meteorologie, der 23. März, unter einem besonderen Thema, das üblicherweise die WMO, die Internationale Organisation für Meteorologie in Genf, oder auch die Nationalen Wetterdienste der jeweiligen Länder vorgeben.

In diesem Jahr hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach das Wissen und Lernen rund um die Vorgänge in unserer Atmosphäre als Thema gewählt. Hintergrund sind der Klimawandel und die damit verbundenen Veränderungen in Dauer oder Abfolge von Großwetterlagen, Wetterzuständen oder Extremwettersituationen. In regelmäßigen Abständen melden WMO oder nationale Wetterbehörden für Ihre Zuständigkeitsbereiche neue Temperaturrekorde. 2015 war das bisher global wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Dabei lagen 16 der 17 wärmsten Jahre in diesem Jahrhundert, was die Notwendigkeit zum besseren Verstehen des Wettergeschehens einerseits und zum konsequenten Handeln andererseits unterstreicht.

Komplexe Vorgänge einfach verstehen lernen

Meteorologie ist eine komplexe Wissenschaft, jedoch lassen sich die allgemeinen Zusammenhänge des Wasserkreislaufs, das Entstehen von Hochdruck, Tiefdruck und Wind oder den Jahreszeiten bereits in der Grundschule problemlos vermitteln. Grundsätzliches Wissen über Wetterabläufe oder die Sprache der Wolken am Himmel hilft, das Wetter der nächsten Stunden einzuschätzen und sensibilisiert Groß und Klein auch für den allmählichen Wandel des Wetters und des Klimas. Neben zahlreichen Büchern - von einfach bis anspruchsvoll – gibt es weitere Möglichkeiten sich mit diesem zunehmend wichtigen und durchaus unterhaltsamen Thema auseinanderzusetzen.

Wetter für Kinder, Wetterlexikon, Wettermuseum, Wetterpark

In diesem Zusammenhang verweist der DWD auf seine Internetseiten für Kinder (www.dwd.de/kinder) und auf sein Wetterlexikon (www.dwd.de/lexikon), dem umfangreichsten Speziallexikon in deutscher Sprache zu diesem Thema. Viele Informationen über Messmethoden, Geräte, Wetterballons und die Geschichte der Wetterkunde vermittelt das Wettermuseum Lindenberg bei Berlin (www.wettermuseum.de), in der Nachbarschaft des dortigen Meteorologischen Observatoriums des DWD. Weltweit einzigartig auch ist der Wetterpark Offenbach (www.wetterpark-offenbach.de). Der ganzjährig zugängliche Erlebnispark ist ein Projekt der Stadt Offenbach, des DWD sowie des Planungsverbandes Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main. Wetterphänomene und die Arbeit einer eigenen hauptamtlichen Wetterstation werden dort verständlich erklärt und durch Führungen und Experimente sinnlich erfahrbar gemacht.

WMO World Meteorological Day 2018 - ThemesQuelle: WMO, 2018

WMO: Weather-ready, climate-smart

Das Motto der WMO für den "World Meteorological Day" 2018 lautet "Weather-ready, climate-smart". Es soll den Bedarf an Informationen für Planungen betonen, die das tägliche Wetter und Wettergefahren wie Überschwemmungen ebenso betreffen wie die natürliche Klimavariabilität und den langfristigen Klimawandel. Die WMO hat diesen Slogan ausgewählt, weil er die zentrale Rolle der nationalen Wetterdienste für sehr unterschiedliche Entscheidungen betont: ob man einen Regenschirm mitnimmt, ob Schutz gesucht werden soll oder Evakuierungen vor einem größeren Sturm notwendig sind, wann Getreide gesät und geerntet werden und wie Infrastrukturen unserer Städte und unsere Wasserversorgung Jahrzehnte im Voraus geplant werden sollen.

Now more than ever, we need to be weather-ready, climate-smart and water-wise,” sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.

Jährlicher Bericht zum Zustand des weltweiten Klimas

Am Vortag des Welttags der Meteorologie hatte die WMO ihren jährlichen Bericht zum Zustand des weltweiten Klimas "WMO Statement on the State of the Global Climate in 2017" veröffentlicht: Demnach war die Hurricanesaison 2017 die bisher teuerste in den Vereinigten Staaten und machte auf kleinen Inseln der Karibik jahrzehntelange Entwicklungsbemühungen zunichte. Überschwemmungen entwurzelten Millionen Menschen auf dem asiatischen Subkontinent, während Dürre die Armut am Horn von Afrika verstärkte und den Migrationsdruck erhöhte.

Der Bericht bestätigte, dass 2017 eines der drei wärmsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn war - und das wärmste Jahr ohne El Nino. Weil die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des Klimwandels so schwerwiegend geworden sind ging die WMO Partnerschaften mit anderen UN-Organisationen ein, um Informationen darüber auszutauschen, wie sich das Klima auf Migrationsmuster, Ernährungssicherheit, Gesundheit und andere Sektoren ausgewirkt hat.

WMO-Generalsekretät Petteri Taalas wies darauf hin, dass 2018 so begonnen hat, wie 2017 endete - mit Extremwetter, das Menschenleben gefordert und Existenzgrundlagen zerstört hat. In der Arktis haben ungewöhnlich hohe Temperaturen geherrscht, während dicht bevölkerte Regionen auf der nördlichen Halbkugel sich im Griff bitterer Kälte und zerstörerischer Winterstürme befanden. Teile von Australien und Argentinien litten unter extremen Hitzewellen, während die Dürre in Somalia andauerte und das südafrikanische Kapstadt mit akutem Wassermangel kämpfte.

Mehr auf den Seiten des DWD

Zur Nachricht auf den Seiten der WMO (in Englisch)


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