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25.11.2022

Letzter Aufruf für 1,5 Grad

Als Sonntagmorgen, 20. November der letzte Hammer fiel, ist die Klimakonferenz in Sharm El Sheikh mit eineinhalb Tagen Verspätung zu Ende gegangen. Im Fokus stand die Frage, ob die Lücke zwischen den Zielen des Pariser Abkommens und den tatsächlichen Maßnahmen geschlossen werden konnte und ob eine Verbesserung der internationalen Unterstützung für Entwicklungsländer im Allgemeinen und die Finanzierung der durch den Klimawandel verursachten Verluste und Schäden im Besonderen gelingt. Das Wuppertal Institut hat die Verhandlungen vor Ort verfolgt und nun die wichtigsten Verhandlungsergebnisse in einer Analyse zusammengefasst.

Cover des Anlyseberichts "Letzter Aufruf für 1,5 Grad" des Wuppertal Instituts 
Quelle: Wuppertal Institut Cover des Anlyseberichts "Letzter Aufruf für 1,5 Grad" des Wuppertal Instituts Quelle: Wuppertal Institut

Die diesjährige UN-Klimakonferenz, auch Conference of the Parties, kurz COP27, genannt – fand unter enormen logistischen Herausforderungen statt. Die Atmosphäre an dem weitläufigen Tagungsort wurde durch die allgegenwärtige Präsenz ägyptischer Sicherheitskräfte getrübt, die sowohl die Zivilgesellschaft als auch die Delegationen überwachten. Unter diesen Umständen wurden selbst für COP-Verhältnisse extrem langsame Fortschritte erzielt. Eine Rekordzahl von Tagesordnungspunkten konnte in der ersten Woche nicht abgearbeitet werden und musste daher in der zweiten Woche weitergeführt werden. Am Ende lieferte die Konferenz dennoch wichtige Ergebnisse, wie etwa die Einrichtung eines Fonds für Verluste und Schäden. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dieser Fonds tatsächlich die Erwartungen der gefährdeten Länder erfüllen wird. In Bezug auf den Klimaschutz hat die COP die Gelegenheit verpasst, die Dekarbonisierung und die Normen zur Bekämpfung fossiler Brennstoffe zu stärken – Fortschritte gab es kaum.
 
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