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21.11.2022

„Wir Menschen haben es in der Hand“

Was immer von der Weltklimakonferenz im ägyptischen Scharm el Scheich bleiben wird, etwas Einmaliges gab es dort vorige Woche gewiss: nämlich einen Thementag im Zeichen der Biodiversität – und damit einen Fingerzeig für den bald bevorstehenden Weltnaturgipfel im kanadischen Montreal: Klimaschutz und der Erhalt der Biodiversität – also der Gesamtheit der Gene, Arten und Ökosysteme – sind zwei Seiten derselben Medaille. „Beides geht Hand in Hand. Wenn die Menschen darauf nicht Acht geben, setzen sie ihre Zukunft aufs Spiel“, sagt Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die Montreal-Konferenz vom 7. bis 19. Dezember ist für die DBU Anlass, ihre Reihe DBUdigital morgen (Dienstag) ab 14 Uhr mit einem Online-Salon fortzusetzen. Neben Bonde sind unter anderem Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Dr. Christof Schenck mit dabei, der Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und diesjähriger Träger des Deutschen Umweltpreises der DBU.

UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen

Elefanten im Sonnenuntergang. 
Quelle: Daniel Rosengren/ZGF Schatzkammern der Erde: Der Erhalt der Biodiversität ist existenziell für die Lebensgrundlage der Menschheit. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) lädt mit Blick auf den bevorstehenden Weltnaturgipfel in Kanada zum DBUdigital-Online-Salon ein. Quelle: Daniel Rosengren/ZGF

Große Hoffnungen ruhen auch deshalb auf dem Naturgipfel in Kanada, weil die Vereinten Nationen 2021 bis 2030 als UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen ausgerufen haben. Bonde: „Ein Weckruf, weil das weltweite Nachhaltigkeitsziel „30 mal 30“ – also Naturschutz für 30 Prozent der Land- und Meeresflächen bis zum Jahr 2030 – nur zu erreichen ist, wenn der Mensch mit der Zerstörung der Ökosysteme aufhört.“ Genau darin sieht Umweltpreisträger Schenck eine große Chance: „Die globale Dreifachkrise – vom Artensterben über Klimawandel bis hin zu Pandemien – ist menschengemacht. Das bedeutet aber auch, dass wir Menschen es in der Hand haben, diese Krisen abzuschwächen oder gar abzuwenden.“ Bonde macht ebenfalls Mut, „denn fürs Zaudern und Verzagen haben wir keine Zeit“. Die Politik könne in Kanada Rechtsrahmen und Regulierungen vorgeben. „Umgesetzt werden müssen sie jedoch weltweit und vor Ort – in der Tropenzone ebenso wie im Pöllwitzer Wald.“ Diese Fläche in Thüringen liegt in der Obhut der Stiftungstochter DBU Naturerbe und gehört zum insgesamt 164.000 Hektar großen Nationalen Naturerbe in ganz Deutschland. Einen Teil davon, rund 70.000 Hektar, hat der Bund der DBU übertragen, die mit einem Stiftungskapital von etwa 2,4 Milliarden Euro zu den größten Umweltstiftungen Europas zählt. Auf 71 überwiegend ehemaligen Militärflächen in zehn Bundesländern kümmert sich das DBU Naturerbe darum, „für den Naturschutz, für die Artenvielfalt“, so Bonde.

Lesen Sie mehr darüber auf den Seiten der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

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