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Bayern: 10 Millionen Euro für neue Hochwasserkarten

Datum 02.02.2018

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf: "Hochwasserschutz ist in Zeiten des Klimawandels ein Garant für die Sicherheit unserer Bürger. Hochwasserkarten sind entscheidende Dokumente gegen das Vergessen. Sie zeigen, welche Grundstücke wie stark von einem Hochwasser betroffen sein können. Damit sind die Karten eine wertvolle Hilfe für Bürger und Kommunen, um das Hochwasserrisiko abzuschätzen und entsprechend vorsorgen zu können. Künftig werden die Karten noch genauer."

Hochwasser in der Stadt - BeispielbildQuelle: © panthermedia.net / Meseritsch Herby

Neben dem technischen und dem natürlichen Hochwasserschutz hat die Hochwasservorsorge entscheidende Bedeutung für den Schutz der Menschen in Bayern. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf. "Hochwasserschutz ist in Zeiten des Klimawandels ein Garant für die Sicherheit unserer Bürger. Hochwasserkarten sind entscheidende Dokumente gegen das Vergessen. Sie zeigen, welche Grundstücke wie stark von einem Hochwasser betroffen sein können. Damit sind die Karten eine wertvolle Hilfe für Bürger und Kommunen, um das Hochwasserrisiko abzuschätzen und entsprechend vorsorgen zu können. Künftig werden die Karten noch genauer." Derzeit aktualisiert das Landesamt für Umwelt die Hochwasserkarten für 2.400 Kilometer Gewässer in Bayern. Die Arbeiten sollen bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Der Freistaat investiert dafür rund 10 Millionen Euro. Insgesamt gibt es dann Hochwassergefahren- und -risikokarten für rund 8.300 Kilometer Gewässer in Bayern.

Hochwassergefahrenkarten zeigen, welche Flächen grundsätzlich von einem Hochwasser betroffen sein können. Dabei gibt es zwei Kartentypen. Der erste zeigt, wo Überflutungen mit hoher, mittlerer und niedriger Wahrscheinlichkeit auftreten können. Der zweite Typ zeigt, wie hoch das Wasser im Ernstfall jeweils stehen würde. Ergänzt werden die Gefahrenkarten durch Hochwasserrisikokarten. Sie zeigen zusätzlich wie die potenziell von Hochwasser betroffenen Gebiete genutzt werden. Damit lässt sich das Schadenspotenzial abschätzen, das beispielsweise in Wohn- und Industriegebieten höher ist als auf unbebauten Grünflächen. Scharf: "Hochwasser sind Naturereignisse, die sich trotz technischer und natürlicher Schutzmaßnahmen nie ganz verhindern lassen. Deshalb sollte jeder Bürger vorsorgen." Neben einer Elementarschadenversicherung können dazu auch konkrete Pläne für den Notfall vorbereitet werden. Wie das geht, hat das LfU in einer Checkliste zusammengefasst.

Nach dem Junihochwasser 2013 hat die Staatsregierung beschlossen, die Anstrengungen im Hochwasserschutz weiter zu intensivieren und den Schutz der Menschen in Bayern vor den Naturgewalten noch schneller zu verbessern. Das Hochwasserschutzprogramm 2020plus ist mit einem Gesamtvolumen von rund 3,4 Milliarden Euro die größte wasserbauliche Infrastrukturmaßnahme Bayerns.

Wer das Hochwasserrisiko für sein Grundstück einsehen möchte, kann den Online-Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete nutzen unter www.iug.bayern.de.

Lesen Sie dies und mehr auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (Links zu Informationen zur Eigenvorsorge, zur Checkliste zur privaten Vorsorge, …)

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