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Brandenburgs Wälder in gutem Zustand - klimabedingte Schadereignisse nehmen aber zu

Datum 20.12.2017

Der Brandenburger Waldzustand bleibt weiter stabil. Die Wälder in Brandenburg zeigen sich auch 2017 überwiegend vital. Sie müssen jedoch zunehmend mit neuen Schaderregern fertig werden. Waldbesitzende, Forstleute und Pflanzenschutzdienst müssen Hand in Hand arbeiten, um eine Verbreitung so weit wie möglich zu verhindern.

Waldzustandsbericht 2017 des Landes Brandenburg - TitelQuelle: © LFB / LFE

Klimabedingte Schadereignisse nehmen zu

Wie die Ergebnisse der diesjährigen Waldzustandserhebung zeigen, geht es Brandenburgs Wäldern insgesamt gut. Dazu haben vor allem die überdurchschnittlichen Niederschläge im gesamten Jahr beigetragen. Aber in Folge der Klimaerwärmung bleibt die Gefahr für den Wald groß. Vor allem Pilze profitieren von der feuchtwarmen Witterung der letzten Jahre und führen immer öfter zu großen Schäden. Aber auch Witterungsextreme, wie die Herbststürme diesen Jahres, werden häufiger und schädigen den Wald zusätzlich.

Sturmschäden

Neben den pilzlichen Schaderregern hatte der Wald in diesem Jahr auch unter den Herbststürmen „Xavier“ und „Herwart“ zu leiden. Über 1 Million Kubikmeter Sturmholz im Wert von rund 42 Millionen Euro sind durch umgeworfene und abgeknickte Bäume angefallen. Da der überwiegende Teil dieses Holzes jedoch einer Verwertung zugeführt werden kann, wird die gesamte Schadenssumme weitaus geringer ausfallen.

Überwachung potenzieller Schaderreger

Die Wälder im Land Brandenburg sind auf Grund verschiedenster Ursachen hoch gefährdet. Durch ein umfangreiches Waldschutzmonitoring wird die Ausbreitung und Gefährlichkeit potenzieller Schaderreger überwacht. Mit der Erfassung und Auswertung der Daten können zeitnah Prognosen zum Schadgeschehen abgeleitet und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Künftig sollen zur Erfassung großflächiger Schäden auch Drohnen zum Einsatz kommen.

Hauptergebnisse

Wie in den Vorjahren weisen 46 Prozent der Waldflächen in Brandenburg keine Schäden auf. Auch bei den deutlichen Schäden gab es gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen, ihr Anteil liegt nach wie vor bei 9 Prozent. Die mittlere Kronenverlichtung liegt wie in den Vorjahren bei 15 Prozent.

Die noch im Vorjahr beobachtete Regeneration der Eichen setzte sich leider nicht fort. Nur ein Drittel sind ohne Schäden, 5 Prozent weniger als 2016.

Die Vitalität der Buchen hat sich gegenüber 2016 weiter verbessert. Der Anteil ohne Schäden hat sich um 5 auf insgesamt 61 Prozent verbessert.

Die Kiefern haben ihren Kronenzustand erneut verbessern können. Der Anteil ohne Schäden ist um 3 Prozent gestiegen, nur noch 5 Prozent weisen deutliche Schäden auf.

Lesen Sie dies und mehr auf den Seiten des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (Download des Waldschadensberichts 2017 und derjenigen früherer Jahre, Kontakt, ...)

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