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Bundesregierung zum Pariser Klimagipfel "One Planet Summit"

Datum 12.12.2017

Mehr klimafreundliche Investitionen gefordert - Ein Klimagipfel in Paris berät über finanzielle Fragen zum Klimaschutz. Auch Bundesumweltministerin Hendricks nimmt daran teil. Bei dem Treffen gehe es "um alle Investitionen weltweit, die in klimafreundliche Bahnen gelenkt werden müssen", sagte sie.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, UN-Generalsekretär António Guterres und der Präsident der Weltbank Jim Yong Kim haben zum "One Planet Summit" eingeladen. Genau zwei Jahre nach der Einigung auf das Pariser Klimaabkommen (COP 21) und vier Wochen nach der Weltklimakonferenz in Bonn (COP 23) treffen sich gut 50 Staats- und Regierungschefs, Vertreter aus der internationalen Wirtschafts- und Finanzwelt sowie mehr als 4.000 weitere Teilnehmer.

Mehr Geld für Klimaschutz und grüne Technologien

Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Frage, wie mehr Geld in Klimaschutz und grüne Technologien gelenkt werden kann. Es wird erwartet, dass Entwicklungsbanken, Unternehmen und andere Akteure ankündigen, wie sie zum Klimaschutz beitragen wollen.

Auch soll diskutiert werden, wie bei öffentlichen und privaten Investitionen die Gelder so eingesetzt werden können, dass dabei der Klimaschutz stärker berücksichtigt wird. Klimaschädliche Investitionen sollen sich weniger lohnen als klimafreundliche.

Am Vorabend des Gipfels bekräftigten mehr als 50 global agierende Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung, den Klimawandel im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeiten zu bekämpfen.

Beteiligung aller tut not

Im Pariser Klimaabkommen hat die Weltgemeinschaft sich das Ziel gesetzt, den durch Treibhausgase verursachten Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad zu beschränken. Doch selbst wenn alle bisher gemachten Zusagen eingehalten würden, wären 2,8 Grad Erwärmung wahrscheinlich. Das hätte katastrophale Folgen.

Die Industrieländer haben versprochen, ab 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar Klimahilfen bereit zu stellen. Ein konkreter Fahrplan, eine sogenannte Roadmap, soll aufzeigen, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Seit einem Jahr liegt diese Roadmap vor.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks erklärte: "Der Fahrplan zeigt, dass wir bei der Klimafinanzierung auf einem guten Weg sind. Die für 2020 versprochenen 100 Milliarden US-Dollar sind in Reichweite, aber wir dürfen nicht nachlassen. Besonders erfreulich ist, dass sich die Hilfen für die Anpassung an den Klimawandel laut Projektion verdoppeln werden."

Umwelt- und Klimaminister aus Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Schweden und den Niederlanden bekennen sich zur Prüfung oder Einführung eines wirksamen CO2-Preises in relevanten Sektoren

Das Bundesumweltministerium berichtet weiter, dass die Umwelt- und Klimaminister aus Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Schweden und den Niederlanden der Ansicht sind, dass die Bepreisung von CO2-Emissionen ein wirksames Instrument zur Förderung einer umfänglichen Dekarbonisierung der Weltwirtschaft darstellt, sofern diese von kohärenten Strategien und Maßnahmenpaketen flankiert wird.

Auf dem "One Planet Summit" in Paris unterstrichen die Minister heute, dass die Bepreisung von CO2-Emissionen verlässlich sein sollte und das Preisniveau im Laufe der Zeit so erhöht werden muss, dass das Ziel des Pariser Übereinkommens, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, erreicht wird.

Sie begrüßten den Bericht der hochrangigen internationalen Expertenkommission zu CO2-Preisen, vertreten durch Joseph Stiglitz und Lord Nicholas Stern, in dem Preiskorridore für CO2-Emissionen ermittelt worden sind, welche als Orientierung zur Gestaltung von CO2-Preisinstrumenten und weiteren politischen Schritten, Regelungen und Maßnahmen zur Förderung des Klimaschutzes dienen.

Des Weiteren begrüßten sie die kürzlich geschlossene Vereinbarung über den europäischen Emissionshandel (EU ETS). Obwohl kein konkretes Preisziel festgelegt wurde, geht man davon aus, dass – abhängig von unterschiedlichen Variablen – die Reform in den kommenden Jahren zu einem wirksamen CO2-Preis führen wird.

Sie unterstrichen jedoch, dass zusätzliche Reformen notwendig seien, um Anlegern und Unternehmen eine Orientierung zur Entwicklung von Geschäftsmodellen zu geben, welche mit dem Ziel einer Erderwärmung von deutlich unter zwei Grad vereinbar sind. Sie verpflichten sich daher zur Prüfung oder Einführung eines wirksamen CO2-Preises in relevanten Sektoren.

Lesen Sie dies und mehr auf den Seiten der Bundesregierung (weiterführende Links, …)

... und auf den Seiten des Bundesumweltministeriums (weiterführende Links, …)

Direkt zu den Seiten des One Planet Summit (in englisch)